Mit diesem Beitrag möchte ich die Idee bzw. die Möglichkeit teilen, dass du dir, wir uns oder man sich, auch selber die Haare schneiden kann, ganz ohne Friseur und Geld ausgeben und Co. Ein DIY-Projekt der etwas anderen Art. DIY auf das eigene Leben anwenden und sich innerlich und äußerlich selbst gestalten, statt nur Sachen und Gegenstände zu bauen. Nimm dein Leben in die eigene Hand, statt durch der anderen Menschen Hände zu leben.

Warum selber Haare schneiden?

Tja, warum nicht, wenn es doch so einfach zu erledigen ist? Zugegeben: Friseur kann auch angenehm sein, Kopfmassage etc. – aber zuhause Haare schneiden hat auch Vorteile. Zum einen spart man sich das Geld für einen Friseur und zum anderen muss man dazu noch nicht mal das Haus verlassen. Praktisch und bequem, einfach zuhause vor dem Spiegel.

Außerdem ist jeder eigene Haarschnitt ein Unikat. Du als Kunde und Friseur, Kunst und Künstler in einer Person. Individualität und Eigenständigkeit statt Dienstleistung und Konformität. Ich sehe das ein bisschen so wie die Aufmachungen der alten Indianer im nördlichen Amerika. Die hatten auch sehr einzigartige Frisuren und Kriegsbemalungen.

Wir müssen uns ja nicht schminken, aber unsere Haare denke ich, wäre schon gut, wenn wir uns die selber machen könnten. Schließlich propagiere ich auf diesem Blog ja Eigenständigkeit und Unabhängigkeit. Haare schneiden ist sehr einfach und grundlegend: Einfach abscheiden! Übung macht den Meister. Auch aufwendigere Frisuren sind möglich (z. B. mit Spiegeln).

Wie geht selber Haare schneiden?

Ich schneide mir meine Haare seit etwa 15 Jahren selber. Früher, zu Schulzeiten, habe ich mir gerne einen Boxerschnitt gemacht (wie Mike Tyson). Dass war nicht ganz leicht, aber doch auch machbar. Manchmal haben wir uns als Kumpels auch gegenseitige geholfen – Hilfe ist natürlich erlaubt. Früher habe ich einen Rasierer genutzt, heute nur noch eine Schere.

Um hinten akkurat zu schneiden, sind zwei Spiegel ratsam. Ein großer vorne und ein kleinerer hinten. Die Spiegel müssen so ausgerichtet sein, dass du im vorderen Spiegel den hinteren Spiegel siehst und dieser wiederum spiegelt deinen Hinterkopf. Dann gilt es nur noch ein wenig umzudenken und vorsichtig mit Schere oder Rasierer deine hintere Haarpracht zu bearbeiten.

Langsam arbeiten ist zu empfehlen. Geht aber auch komplett ohne Spiegel. Mit den Händen können wir relativ gut spüren, wo noch wie viele Haare sind. Ich schneide mir heutzutage üblicherweise einfach mit einem Spiegel die Haare, so ein bisschen nach Gefühl. Hinten sehe ich somit so gut wie gar nicht. Als Resultat sind dort manchmal noch ein wenig längere oder kürzere Stellen, stört mich aber kaum – ist halt Kunst – wie ein eigenes Tattoo.

Lasse aber meistens meine Partnerin auch noch einmal drüber gucken. Zudem verwachsen sich etwaige Unregelmäßigkeiten selbst bei meinem üblichen Kurzhaarschnitt relativ zügig. Nach ein paar Tagen (maximal Wochen) sieht man kaum noch Abweichungen. Eine weitere Alternative wäre, die Haare gar nicht zu schneiden! Einfach wachsen lassen ist auch sehr einfach. Jedoch sind kurze Haare auf Dauer wesentlich pflegeleichter.

Sonst noch was erwähnenswert?

Ohh ja: Buddhistische Mönche schneiden sich ihre Haare ja bekanntlich immer kurz bzw. sogar komplett ab (Glatze),bis hin zu ihren Augenbrauen. Ich hatte mich immer gefragt warum und heute weiß ich es: Als regelmäßiges Ritual und Erinnerung, um Altes „loszulassen“. Bedeutet: Mit dem loslassen der Haare, werden auch Äußerlichkeiten, Ego und Identität ziehen gelassen.

Spannend und auch für uns anwend- und umsetzbar – auch ohne Glatze. Es kann reichen, wenn wir zumindest schon mal auf „aufwendige“ oder extravagante Frisuren verzichten und uns stattdessen an einfach Schnitte halten. Somit separieren wir uns auch nicht von allen Anderen und stellen uns als Besonders hervor, sondern tauchen ein in liebevoll verbundener Gleichheit.

Weitere Infos und mehr

In diesem Beitrag würde ich gerne mal meinen Haupt-Blog anwerben – falls du den nicht schon kennst! Auf meiner Website unter „Beiträge“ findest du Artikel zu Themen wie NachhaltigkeitPhilosophie oder auch Psychologie, die, anders als meine Mini-Guides (z. B. dieser Beitrag hier) sehr umfassend und in die Tiefe gehend sind. Dort beleuchte ich pro Artikel ein elementares, großes Thema – quasi Komplett-Guides statt Mini-Guides. Guck dort gerne mal vorbei, vielleicht ist auch etwas für dich dabei. Dreht sich alles um das gute Leben!

Danke fürs Lesen und Unterstützen,

Adrean

Bild des Autors, Adrean, rauchend im Wald, in der Frühlingssonne.

Hi, ich bin Adrean.

Living life like a role-play game

Ich nähe meine eigene Kleidung, schlafe auf dem Boden, koche mit nur einem Topf und wasche meine Wäsche per Hand, statt mit Maschine. Hier dreht sich alles um einfaches Leben! Für weitere Infos abonniere meinen Newsletter, klicke auf About oder schreib mir eine E-Mail.