In diesem Beitrag geht es um meinen Blickwinkel auf das Thema Notizbuch und meine empfohlene Art der Notizbuch-Befüllung. Ich teile eine praktische, effiziente und minimalistische Vorgehensweise, erläutere ein paar Hintergründe sowie Tipps und Tricks und teile meine eigenen Erfahrungen hinsichtlich Best-Practice und Routine etc.

Warum überhaupt ein Notizbuch?

Ohne mein Notizbuch wäre meine Arbeit und mein Fortschritt der letzten Jahre wohl kaum möglich. Ich habe viele Sachen, die ich mir merken möchte und an die ich mich erinnern will. Ich habe viele Gedanken und Themen die mich interessieren, sowohl beruflich als auch privat – und das Notizbuch ermöglicht mir, diese aus meinem Kopf zu Papier zu bringen und dort in aller Ruhe und Übersichtlichkeit sortieren, reflektieren und überarbeiten zu können.

Ein echter Game-Changer! Wie die Fähigkeit eines Superhelden. Was ist Iron-Mans Anzug im Vergleich zu greifbaren Gedanken auf Papier? Ein fliegendes Feuerzeug, ein teures Gadget – gegen die Macht, die uns Wissen in Form von Schrift und Zeichen seit Jahrtausenden übermittelt und transportiert. Ob für einen selbst oder über Generationen hinweg für die ganze Welt. Dein Notizbuch ist der Schatz, der deine Ideen, Visionen, Pläne und Hilfsmittel enthält, die den Grundstein jeglicher Transformation bilden und ermöglichen. Deine Assistenz im Leben.

Zugegeben: Auf den ersten Blick mag es nach wenig mehr als einer Ansammlung von Einkaufs- und ToDo-Listen aussehen, aber unter der Haube steckt noch weitaus mehr. Das hängt dann wohl von der Nutzung und Verwendung ab, die du dem Ganzen schenkst.

Des Weiteren habe ich früher einfach einheitlich gefaltete DIN A4 Zettel genutzt (weil ich das minimalistischer fand, statt ein ganzes Buch zu brauchen), das war aber immer ein bisschen chaotisch und im Allgemeinen schwer produktiv nutzbar. Irgendwann waren es dann einfach zu viele Notizen – ergo: Notizbuch. Schön chronologisch sortiert und abgeheftet. 

Anmerkung: Ich habe mich auf einen speziellen und populären Notizbuch-Typ bzw. Hersteller festgelegt, so dass ich nicht verschiedene Notizbücher rumliegen habe, sondern alle der selben Art entsprechen. Das finde ich einheitlicher und ordentlicher, kannst du aber natürlich machen, wie du willst. Weil ich eine populäre Notizbücher-Art nutze, finde und beziehe ich neue Exemplare bei Bedarf günstig über Kleinanzeigen.de (ungenutzt, aber aus zweiter Hand). 

Ein neuer Eintrag

Bei jedem neuen Eintrag, um die Klarheit und Übersichtlichkeit zu wahren und mit den Notizen auch langfristig arbeiten und im Buch selbst hin und her verweisen zu können: Immer oben links einen kurzen treffenden Titel (1 Wort) und oben rechts das aktuelle Datum.

Wenn ich eine neue Notiz anlege, dann entweder auf einer neuen Seite oder, wenn noch genügend Platz ist, unter dem letzten bestehenden Eintrag. In diesem Fall ziehe ich einfach einen geraden Strich und starte wie auf einer neuen Seite (Titel & Datum).

Kleine Besonderheit: Wenn die neue Notiz noch zum alten Thema gehört, aber eben doch auch eine neue Notiz ist, dann trenne ich beide Notizen zumeist mit einer gestrichelten Linie.

Und so mache ich das von der ersten bis zur letzte Seite.

Wer will, könnte zeitgleich, während des Befüllens, oder im Anschluss, wenn das Buch mal voll ist, auf den ersten Seiten ein Inhaltsverzeichnis mit den wichtigsten Notizen anlegen.

Einfache Gestaltung

Der große Vorteil beim Notizbuch ist, im Vergleich zu einem elektronischen Notiz-Programm, dass du deine Gedanken mit einem Stift auf Papier erstmal natürlich ohne Strom und Technik, kostengünstig und unkompliziert konservieren und greifbar machen kannst, und nicht nur das, sondern auch noch in einer möglichst freien Form, ohne etwaige Reglementierungen und Limitierungen seitens der Programmierungen besagter Programme und Tools.

Du wirst wohl mit der Zeit deinen eigenen Stil entwickeln. Versuche deine Gedanken möglichst „intuitiv“ zu Papier zu bringen. Mögliche Elemente und Werkzeuge, die dir zur Verfügung stehen, sind unter anderem Mindmaps, Listen, Schlagwort-Wolken, Brainstorming & Braindumping, Unterstreichen, Fett schreiben, Pfeile, Linien, Kreise, Kästen und vieles mehr.

Keep it simple. Verkünstle dich nicht. Der Unterschied zwischen Kunst und Design ist, dass Design einem klaren Ziel folgt (jedes Element erfüllt einen konkreten Zweck), während Kunst eher losgelöst vom kognitiven Denken direkt aus dem Herzen spricht. Die Gestaltung eines Notizbuches folgt einem klaren Zweck (effektive Darstellung von Gedanken), wohingegen ein Bullet Journal eher der Zweck selbst ist, nämlich künstlerischer Ausdruck.

Wie starten?

Versuche nicht ein Notizbuch oder Bullet Journal schreiben zu wollen, weil du gerne ein Notizbuch führen würdest, sondern nutze ein Notizbuch, wenn du eines brauchst – wenn du Gedanken hast, die du unbedingt aufschreiben musst. Dann klappt es auch.

Und mache dir dein Notizbuch zur Gewohnheit, wenn du es den möchtest. Schreibe und sammle deine Notizen und deine Organisation an möglichst wenigen Orten, so dass du immer weißt, wo du welche Gedanken ablegst und „speicherst“. Wenn du mal Notizen auf deinem Handy ablegst, mal online in einer Cloud-Anwendung, mal auf losen Zetteln und manchmal im Notizbuch, dann wird es schnell chaotisch, bis zum Punkt der Unnutzbarkeit. 

Einfach aufschreiben, wenn du etwas hast, dass du gerne aufschreiben würdest.

Die Dinge können so einfach sein, wenn wir nur aufhören könnten, sie kompliziert zu machen.

Weitere Infos

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Danke, liebe Grüße und alles Gute,

Adrean

Bild des Autors, Adrean, rauchend im Wald, in der Frühlingssonne.

Hi, ich bin Adrean.

Living life like a role-play game

Ich nähe meine eigene Kleidung, schlafe auf dem Boden, koche mit nur einem Topf und wasche meine Wäsche per Hand, statt mit Maschine. Hier dreht sich alles um einfaches Leben! Für weitere Infos abonniere meinen Newsletter, klicke auf About oder schreib mir eine E-Mail.