In diesem Beitrag klären wir das Thema „Einfach Leben & Kleidung“. Im ersten Teil klären wir, warum das Thema Kleidung überhaupt wichtig ist und wie ich seit vielen Jahren sehr bequem mit nur einer Garnitur auskomme und danach widmen wir uns den einzelnen Stücken sowie deren Fertigung. Und zum Schluss folgen noch persönliche Empfehlungen und Besonderheiten meiner eigenen Designs sowie weiterführende Ressourcen und Anleitungen für dich.
Warum ist Kleidung so wichtig?
Ich rede in fast jedem meiner eBooks über Kleidung. Warum? Weil Kleidung das vermutlich Wichtigste bzw. Essentiellste ist, dass wir besitzen. Es gibt wohl kaum eine Sache, die du mehr nutzt, als deine Kleidung. Sie schützt und wärmt uns Tag und Nacht, ob als Mantel oder Nachthemd. Darum wird Kleidung auch als die „first line of defense“ bezeichnet – die erste Verteidigungslinie. Kleidung ist immer in Benutzung, selbst wenn alles andere wegfällt.
Nur ein Set an Kleidung
Ich habe und trage seit etwa 8 Jahren nur ein Set an Kleidung, welches ich mir regelmäßig selber nähe und repariere. Um mit nur einem Set an Kleidung auszukommen, sollte jedes Teil optimal den eigenen Bedürfnissen entsprechen und alles perfekt aufeinander abgestimmt sein – von den verwendeten Materialien, bis hin zu den Schnitten. Früher war es ganz normal, dass man nur eine Garnitur besaß. Heute ist das eher unüblich.
Wie mit wenig Kleidung auskommen?
Um mit nur einem Set an Kleidung auszukommen, sollte deine Kleidung vor allem die 5 W’s abdecken: Wind, Water, Warmth, Wicked und Wear. Das bedeutet: Deine äußere Kleidung sollte dich vor Wind und Regen schützen, die mittlere Schicht sorgt für den Wärmeerhalt und die unterste Schicht, direkt am Körper, sollte Schweiß und Feuchtigkeit aufnehmen und abtransportieren können. Obendrauf sollte alles schick, robust und gemütlich sein. Kleider machen Leute. Sieh deine Kleidung nicht mehr als Accessoire, sondern als Rüstung!
Warum selber nähen?
Bevor ich mit dem Selber-Nähen angefangen habe, war ich von meiner „Industrie“-Kleidung irgendwann regelrecht reiz-überflutet. Zu viele Taschen, zu viele Nähte und zu viele verschiedene Materialien. Von allem zu viel – bis hin zu den verwendeten Chemikalien und Färbemitteln, weshalb ich meine Textilien nur noch ungefärbt und naturbelassen beziehe. Außerdem wollte ich mich nicht mehr von der Mode-Industrie abhängig machen, sondern mir meine eigenen Grundbedürfnisse maßgeschneidert und eigenständig selber erfüllen können.
Welche Kleidung empfehle ich?
Kleidung:
- Unterwäsche
- Rock und Kleid
- Hose und Gürtel
- Tunika und Weste
- Socken und Schal
- Mantel und Schuhe
Schuhe:
- Warme Hausschuhe
- Leichte Sommerschuhe
- Robuste Winterstiefel
Was ist besonders an meiner Kleidung?
Das besondere an meiner Kleidung ist ihr simpler und funktionaler Schnitt, sowie ihre einfache Machart und damit zusammenhängend auch entsprechende Robustheit und Langlebigkeit. Jedes Kleidungsstück besteht aus so wenigen Teilen und Nähten, wie nur möglich (z. B. Kapuzenpulli = 2 Teile & 3 Nähte; Hose = 2 Teile & 2 Nähte) und verzichtet auf alles, was nicht unbedingt nötig ist (Taschen, Knöpfe, Bänder etc.). Dadurch sind die Sachen von Grund auf schlicht und einfach, leichter zu reparieren, individuell kombinierbar und multifunktional.
Weitere Infos und mehr
Wie schon eingangs angesprochen, schreibe ich in fast jedem meiner Bücher über Kleidung (z. B. Aussteiger-Guide, Minimalismus-Guide, Prepping-Guide), doch hier möchte ich insbesondere auf meinen DIY-Guide „Wie du einfache Kleidung nähst“ hinweisen. Dieser Guide ist für Anfänger geeignet und führt dich Schritt-für-Schritt von der Wahl der richtigen Stoffe, über das Maße nehmen und Aufzeichnen, bis hin zum Ausschneiden und Zusammennähen. Komplett in deinem Tempo, mit vielen Bildern, Grafiken und erklärenden Texten.
Und wenn du fragen hast, schreib mir einfach eine E-Mail – wie immer 🙂
Liebe Grüße,
Adrean
Diesen Beitrag findest du auch auf meiner Steady-Seite als Teil meiner Mitgliedschaft sowie auf YouTube: https://youtu.be/IdhCPNZaA9s

