Dieser Artikel unterscheidet sich insofern von meinen bisherigen Beiträgen, als dass ich hier etwas freier und loser schreibe und strukturiere. Die bisherigen Artikel sind sehr strikt und systematisch, wohingegen ich hier einfach ein paar meiner alten Notizen und Gedanken veröffentliche, auch um dieses Projekt “Blog und Umwelt-Beiträge” endlich fertigzustellen. Hier also so etwas wie die komplette Zusammenfassung aller bisherigen Artikel in Sachen Nachhaltigkeit samt entsprechender Lösungsmöglichkeiten.
Die beiden Unterpunkte zu Konsum und Kapital können auch als eigenständige Essays betrachtet werden. Springe mit dem Inhaltsverzeichnis von Kapitel zu Kapitel, so wie es dir gefällt. Gegen Ende findest du ein klärendes Spiel zur Ermittlung deines Fußabdrucks.
Inhaltsverzeichnis:
- Einleitung
- Was ist der ökologische Fußabdruck?
- Wie setzt sich unser Fußabdruck zusammen?
- Wie können wir unseren Fußabdruck reduzieren?
- Fazit und Zusammenfassung
- Quellenangabe
Einleitung
Dieser Beitrag versucht, das Thema “nachhaltig leben” auf den Punkt zu bringen und dient als ungefähres, positives Pendant zum Planetary-Boundaries-Artikel. Der Beitrag könnte auch lauten: “Wie alle leben müssten, damit alle leben könnten” oder “Wie alle leben könnten, wenn alle leben müssten”.
Also, was ist der Punkt?
Der Punkt ist der ökologische Fußabdruck, den wir Menschen aufgrund unserer Lebensweise auf diesem Planeten bzw. spezifischer in diesem/unserem Ökosystem hinterlassen. Statt uns unserer Umwelt anzupassen, versuchen wir immerzu unsere Umwelt an uns anzupassen – bis zu dem Punkt, an dem wir das Ökosystem (von dem auch wir abhängen, da wir ja auch lebende und Natur bedürfende Säugetiere sind) einmal komplett umgekrempelt haben werden.
Das Problem dabei ist vor allem die Geschwindigkeit, mit der diese Veränderungen vonstatten gehen. Die Veränderungen der Umwelt finden schneller statt, als der natürliche Evolutionsprozess in den Wesen – in uns, unserer Nahrung und unserer Umwelt – die entsprechenden Bedürfnisse (Temperatur, Feuchtigkeit, Nährstoffe etc.) anpassen kann. Wir handeln und wirtschaften nicht langfristig und nachhaltig, sondern kurzfristig und temporär – so wie Politiker zumeist an Lösungen innerhalb ihrer Amtszeit oder Wiederwahl denken, nicht jedoch an etwaige Kosten bzw. Folgen in 50 oder 100 Jahren.
Was ist der ökologische Fußabdruck?
Der ökologische Fußabdruck gibt an, wie viel biologisch produktive Fläche bzw. Rohstoffe auf der Erde insgesamt verfügbar sind, einerseits und andererseits, wie viel wir im Vergleich dazu tatsächlich verbrauchen. Wir verbrauchen Rohstoffe und Ressourcen derzeit deutlich schneller, als die Natur diese hervorbringen bzw. ausgleichen kann. Kurz gesagt: Wir verkonsumieren mehr, als wir haben und leben deshalb nicht nachhaltig!
Seit den späten 1980er Jahren übersteigt unser menschlicher Fußabdruck die Biokapazität der Erde. Im Jahr 2005 wurde die globale Biokapazität mit 2,1 Hektar pro Kopf gemessen, während der durchschnittliche Bedarf pro Person bei 2,7 Hektar lag. Dieser ökologische Überschuss bedeutet, dass die Erde bereits im Jahr 2005 etwa ein Jahr und drei Monate benötigte, um das zu regenerieren, was wir in einem Jahr verbrauchten (WWF, 2008).
Der jährlich näher rückende Tag, an dem wir mehr Ressourcen verbraucht haben, als uns eigentlich für das ganze Jahr zur Verfügung stehen, wird “Earth Overshoot Day” bzw. Erd-Überschuss-Tag genannt. Im Jahr 2026 wird dieser Tag für Deutschland voraussichtlich am 7. Mai sein (GFN, 2026). Das bedeutet: Würden alle so leben wie wir in Deutschland, dann bräuchten wir nicht einen, sondern drei Planeten Erde (GFN, 2022a).
Konkret sieht die Rechnung so aus: Global stehen uns insgesamt etwa 12,2 Milliarden fruchtbare Hektar zur Verfügung (Ackerfläche, Weidefläche, Waldfläche, Fischfanggebiete, bebautes Land, CO2-Ausgleichsflächen – mehr dazu in den folgenden Abschnitten). Geteilt durch die aktuelle Anzahl von 8,2 Milliarden Menschen stünden jedem Menschen derzeit somit durchschnittlich rund 1.5 gha zu. Im Jahr 2050 werden schätzungsweise 10 Milliarden Menschen leben. Bei gleichbleibend produktiver Hektar-Anzahl stünden jedem Menschen dann nur noch etwa 1,2 gha zur Verfügung (GFN, 2025).
Was bedeutet “gha”? Gha steht für “globale Hektar”. Ein globaler Hektar ist ein fruchtbarer Hektar, mit dem weltweiten Durchschnittswert an biologischer Produktivität (GFN, 2025). Heißt: Alle biologisch nutzbaren Flächen zusammengezählt und der Durchschnittswert davon auf alle reprojiziert. Im Zusammenhang mit dem ökologischen Fußabdruck ist der “globale Hektar” die Maßeinheit der Wahl zur Veranschaulichung unseres Verbrauchs.
In Deutschland beispielsweise sind für jeden Menschen durchschnittlich etwa 1,6 gha an produktiver Fläche zur Ressourcengewinnung verfügbar. Tatsächlich verbraucht aber jeder Bürger durchschnittlich 4,6 gha – was bedeutet, dass wir in einem ökologischen Defizit von ca. 3,0 gha pro Person und Jahr leben bzw. dass wir etwa dreimal soviel verbrauchen, wie uns langfristig zusteht bzw. nachhaltig zur Verfügung stehen (GFN, 2022b).
Und das Problem besteht nicht nur in Deutschland. Global gesehen verbrauchen wir als Menschheit die Ressourcen der Natur derzeit etwa 1,7 Mal schneller, als sich diese von alleine in der gleichen Zeit regenerieren können. Die Verteilung ist dabei jedoch höchst ungleich. Der durchschnittliche Amerikaner verbraucht beispielsweise mehr als 5 Mal so viele Ressourcen, wie ihm rechnerisch zur Verfügung stünden (GFN, 2022a).
Mehr dazu in den folgenden Abschnitten.
Was hat Konsum damit zu tun?
Vor 2000 Jahren lebten etwa 300 Millionen Menschen auf der Welt. Dieser Zustand hielt sich über lange Zeit (Jahrtausende) – relativ stabil. Seit dem 17. Jahrhundert steigt die Rate drastisch an. Um 1800 herum leben bereits 1 Milliarde Menschen auf der Welt. 1950 waren es etwa 2,5 Milliarden. In nur 50 Jahren steigt die Zahl auf über 6 Milliarden Menschen im Jahr 2000. Die Menschheit hat sich in nur 200 Jahren versechsfacht (BPB, 2017).
Im Jahr 2050 werden voraussichtlich rund 10 Milliarden Menschen leben (EAT, 2019). Aktuell wächst die Weltbevölkerung jedes Jahr um rund 83 Millionen Menschen an. Zum Vergleich: Das sind etwa so viele Menschen, wie momentan in Deutschland leben. Das bedeutet, dass die menschliche Population jedes Jahr um die Größe einer weiteren Nation wächst. Dieser Bedarf an zusätzlichem Konsum möchte gestillt werden (BPB, 2017).
Während sich die Menschheit seit 1970 in etwa verdoppelt hat, ist die Weltwirtschaft fast um das Vierfache und der Welthandel um das Zehnfache gewachsen (IPBES, 2019). Prognosen gehen davon aus, dass die Weltbevölkerung zwischen 2000 und 2050 um weitere 50% steigen wird, während die globale Wirtschaftstätigkeit um 500% und der globale Energie- und Materialverbrauch um 300% wachsen werden (US EPA, 2009).
Um diesem Bedarf an zusätzlicher Energie (mit dem heutigen Stand der Technik) gerecht zu werden, bräuchten wir bis dahin etwa: 1800 weitere Staudämme (so groß wie die momentan Leistungsstärksten), 23.000 neue Atomkraftwerke, 14 Millionen Windräder und 36 Milliarden Solarmodule (Emmott, 2014) – und das, wo das Thema Energiegewinnung schon heute als das offiziell schwerwiegendste Umweltproblem gilt.
Oder einfach weitermachen wie bisher – mit Kohle, Öl und Gas. In diesem Fall müssten wir etwa 36.000 neue Kraftwerke bauen. Und das ist gar nicht mal so unwahrscheinlich, denn: Die noch vorhandenen Erdöl-, Kohle- und Gasreserven sind viele Billionen Dollar wert. Werden die Regierungen, Kohle-, Öl- und Gasfirmen dieser Welt – die zu den einflussreichsten Konzernen überhaupt gehören – sich wirklich dafür entscheiden, dieses Geld einfach im Boden zu lassen? Vermutlich nicht (Emmott, 2014)!
Zwischen 1950 und 2005 hat sich die weltweite Stahlproduktion versechsfacht, der Erdölverbrauch verachtfacht und der Erdgasverbrauch vervierzehnfacht. Insgesamt werden jährlich etwa 60 Milliarden Tonnen an Ressourcen abgebaut – 50% mehr als noch vor 30 Jahren. Im Jahr 2010 verbrauchte ein durchschnittlicher Europäer etwa 43 kg Ressourcen täglich – ein durchschnittlicher Amerikaner etwa 88 kg pro Tag (WWI, 2010a).
Besonders gravierend bei unserem Verbrauch sind die versteckten Ströme. Als versteckte Ströme werden all jene Ressourcen bezeichnet, die während der Produktion von Waren nicht in die Wirtschaft einfließen, sondern in Form von Abfall während der Produktion und Rohstoffgewinnung entstehen, z. B. Bodenerosion, Abraum aus dem Bergbau etc. – auch als “produktionsbedingte Ressourcen-Umwälzungen” bezeichnet (WWI, 2010a).
Zum Beispiel entstanden im Jahr 2005 nur aufgrund der Produktion der 10 wichtigsten Metalle mehr als 3 Milliarden Tonnen Abfall (teils giftig, ohne Schutt und Geröll). Das ist mehr als das Vierfache des Gewichts der gewonnenen Metalle (WWI, 2010a). Hinzu kommt, dass etwa die Hälfte bis zu drei Viertel aller Ressourcen, die jährlich durch die industrielle Wirtschaft fließen, innerhalb von nur einem Jahr, ebenfalls wieder in Form von Abfall an die Umwelt zurückgegeben werden (WRI & Matthews, 2000).
Für die Produktion eines einzelnen PCs mit Monitor werden beispielsweise circa 2.790 Kilowattstunden (kWh) Energie, 20 Kubikmeter Wasser und 23 Kilogramm Chemikalien benötigt. Zum Vergleich: Der durchschnittliche pro Kopf Stromverbrauch einer Person in Deutschland liegt bei etwa 6.787 kWh pro Jahr (Statista, 2023a) und ein Kubikmeter Wasser entspricht 1.000 Litern. Hinzu kommt der Bedarf an seltenen Metallen, welcher häufig zu Umweltbelastungen und sozialen Konflikten führt (BMUV, 2019).
Bezüglich des Wassers verbrauchten wir vor 100 Jahren etwa 600 Kubikkilometer pro Jahr. Momentan verbrauchen wir weltweit jährlich 4000 Kubikkilometer und im Jahr 2025 werden es aller Voraussicht nach 6000 Kubikkilometer sein (Anmerkung des Autors: 2025 lag der tatsächliche Wasserverbrauch laut diverser Quellen bei etwa 4000 Kubikkilometer). Der Wasserverbrauch wächst etwa doppelt so schnell wie die Weltbevölkerung (Emmott, 2014). 70% von allem Süßwasser fließt in die Landwirtschaft (Ritchie et al., 2022).
Der Anbau von Nahrungsmittelpflanzen ist seit 1970 um etwa 300% gewachsen. Prognosen gehen davon aus, dass bis 2050 rund 25 Millionen Kilometer neue asphaltierte Straßen gebaut werden, wobei 90% in weniger weit entwickelten Ländern gebaut werden sollen. Das Pro-Kopf-BIP in den führenden Industrieländern ist im Vergleich zu den am wenigsten entwickelten Ländern etwa 50 mal höher (UN, 2019). Die Produktion von Chemikalien ist seit 1950 um das 50-fache gestiegen und wird sich bis 2050 voraussichtlich noch einmal verdreifachen (SRC, 2022) etc. …
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Das sind nur ein paar der Daten, die unsere Wirklichkeit – Gegenwart und Zukunft – in Zahlen darzustellen versuchen. Ich könnte hier noch viele (sehr viele) weitere Beispiele finden und aufzählen, die belegen, dass unser Konsum nicht nur Genuss, sondern vor allem auch Verdruss bedeutet – doch das Bild dürfte soweit klar sein.
Was hat Kapitalismus damit zu tun?
Ich schiebe die Schuld heute nicht mehr (nur) den Reichen zu. Ich denke, die meisten von uns würden machen, was die Reichen machen, wenn wir deren Möglichkeiten hätten. Bedeutet: Das Problem ist nicht, dass die Reichen und Mächtigen machen, was sie machen wollen (nämlich das, was jeder machen will – den eigenen Willen ausleben), sondern das traurige Problem ist, dass ihnen keiner von uns “Armen” ein besseres Konzept entgegenzusetzen hat.
Konkretes Beispiel: US-Präsident Trump! Das Problem ist nicht, dass er tut, was er will, sondern das Problem ist, dass es vermeintlicherweise keinen gibt, der ein fähigeres (im Sinne von funktionieren) System zu bieten hätte. Soll heißen: Sind die Starken zu stark, sind die Schwachen zu schwach. Eigentlich nichts Neues. Deshalb schimpfe ich nicht mehr auf Reiche und Mächtige, sondern versuche es selber besser zu machen.
Die Wirklichkeit erkennen, um mühelos der Natur folgen und ihr entsprechend leben und handeln zu können und “richtige” (im Sinne von wirklichkeits-konforme) Entscheidungen zu treffen, statt vor lauter Frust ein Leben lang den falschen Feinden bzw. den falschen Feindbildern nachzujagen. Ein Leben lang mühselig gegen den Fluss schwimmen, nur um dann irgendwann erkennen zu dürfen, dass man selbst die ganze Zeit der Fluss war.
Früher fragte ich mich zum Beispiel: Ist es die Masse an “moderaten” Menschen, die für das Ökosystem kritisch sind, oder sind es die “wenigen” Extrem-Reichen? Oder sind Geld und Gier generell das Problem? Heute denke ich, das Problem ist unser Mindset – unser Streben und Wertschätzen von Kapital bzw. unsere unkreative Alternativlosigkeit dafür. Als hätten wir vergessen (Verblendung), um was es wirklich geht, was wirklich wesentlich ist.
Wenn wir es schaffen, dem eigentlich Bedeutsamen wieder mehr Wert beizumessen – der Natur, unserer Nahrung, Luft und Lebensraum etc. – dann sind wir auf guten Bahnen. Die Reichen sind nur reich, weil die Armen deren Wertesystem Wert beimessen. Ohne Armut kein Reichtum. WIR geben den Reichen ihre Macht und verwechseln das Mittel zum Zweck (Geld) mit dem Zweck selbst (Wohlsein). Kapital ist das Idealbild im Kapitalismus – nicht Wohlsein und Co – weshalb auch sowas wie Umverteilung nicht klappt.
Es ist schon paradox. So amüsant wie auch frustrierend. Im Folgenden noch ein paar spannende Daten über das höchst ungleich verteilte Verhältnis von arm und reich.
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Die reichsten 1% der weltweiten Bevölkerung verfügen über fast die Hälfte des gesamten Reichtums, wohingegen die ärmere Hälfte der Menschheit nur etwa 1% des weltweiten Vermögens besitzt (Statista, 2023b). Umwelttechnisch gesehen waren die reichsten 1% zwischen 1990 und 2015 für mehr als doppelt so viele CO2-Emissionen verantwortlich wie die ärmere Hälfte der Menschheit zusammen. Die reichsten 10% produzierten mehr Treibhausgase als die verbleibenden 90% (OXFAM, 2020).
Die reichsten 0,001% besitzen bzw. kontrollieren dreimal so viel Vermögen wie die ärmere Hälfte der Menschheit. Das sind 56.000 Menschen im Vergleich zu 2,8 Milliarden. 56.000 Menschen sind so viele bzw. wenige, dass sie bequem in ein mittelgroßes Fußballstadion passen. Die Münchner Allianz Arena hat beispielsweise 75.024 Plätze. Die ärmere Hälfte der Menschheit käme in rund 50.000 solcher Stadien unter (Holmes et al., 2025).
Ein weiteres Beispiel zur Verdeutlichung des enormen Unterschieds: Wenn du seit der Steinzeit, seit der ersten Sesshaftwerdung der Menschheit vor rund 10.000 Jahren, jeden Tag 10.000€ verdient hättest, dann hättest du heute ca. 37 Milliarden Euro – und damit kaum mehr als 5% des aktuellen Vermögens von Elon Musk – 712 Milliarden Euro (Forbes, 2026). Elon Musks Vermögen hat sich übrigens in nur einem Jahr verdoppelt (Dlf., 2026).
Zu den weltweit reichsten 1% gehören alle Menschen mit einem Vermögen von mehr als 800.438 Euro (Stand 2018). Um unter die reichsten 10% zu fallen, brauchst du ein Vermögen von etwa 85.590 Euro. Und wenn du mehr als 3.867 Euro besitzt, dann gehörst immerhin noch zur reicheren Hälfte der Menschheit (CS, 2018). Die reichsten 10% besitzen fast 85% von allem Reichtum dieser Welt (CS, 2018).
Während die Löhne der ärmeren 90% der Menschheit zwischen 1979 und 2021 durchschnittlich um etwa 29% gestiegen sind, sind die Löhne der reichsten 10% in dieser Zeit um durchschnittlich 80% gewachsen. Die Löhne der reichsten 1% sind in diesem Zeitraum um etwa 465% gestiegen (Gould & Kandra, 2022).
Anschauliches Beispiel: Laut Oxfam und der International Labour Organization ist das Vermögen aller Milliardäre weltweit im Jahr 2020, zu Beginn der Pandemie, um mehr als 3,9 Billionen US-Dollar gestiegen, während im Gegensatz dazu das Gesamteinkommen aller Arbeitnehmer weltweit um rund 3,7 Billionen US-Dollar gesunken ist (inequality.org, 2026). Damit wenige reich sein können, müssen viele arm sein. Wer einen Dollar mehr hat, der hat ihn, weil er woanders fehlt. Des einen Gewinn, ist des anderen Verlust.
Während der Pandemie, ab 2020, gingen rund 63% (26 Billionen Dollar) des gesamten neu erwirtschafteten Vermögens weltweit an die reichsten 1%, während die übrigen 37% (16 Billionen Dollar) auf die verbleibenden 99% aufgeteilt wurden. Für jeden Dollar neu erwirtschafteten Vermögens, den eine Person aus den unteren 90% zu dieser Zeit verdiente, verdiente ein Milliardär etwa 1,7 Millionen Dollar. Das Vermögen aller Milliardäre stieg in diesem Zeitraum um rund 2,7 Milliarden Dollar pro Tag. In den letzten zehn Jahren hat sich das gesamte Vermögen aller Milliardäre weltweit verdoppelt (OXFAM, 2023).
Und es wird immer mehr: Allein im Jahr 2024 wuchs das Vermögen aller Milliardäre weltweit um 2 Billionen Dollar an, was etwa 5,7 Milliarden Dollar pro Tag entspricht. Das ist eine etwa dreimal höhere Wachstumsrate als noch im Jahr zuvor. Im Durchschnitt kamen jede Woche fast vier neue Milliardäre hinzu (OXFAM, 2025).
Das Vermögen der zehn reichsten Männer der Welt wuchs im Durchschnitt um fast 100 Millionen Dollar pro Tag – selbst wenn sie über Nacht 99% ihres gesamten Vermögens verlieren würden, wären sie noch immer Multimilliardäre. Doch dabei wird es nicht bleiben: Wir werden bald die ersten Billionäre sehen, während sich die Zahl der in Armut lebenden Menschen laut den Daten der Weltbank seit 1990 kaum verändert hat (OXFAM, 2025).
Ein letztes Beispiel: Elon Musk zahlte zwischen 2014 und 2018 einen “tatsächlichen Steuersatz” von etwa 3%. Aber Christine, eine Mehl Verkäuferin in Uganda, verdient 80 Dollar im Monat und zahlt einen Steuersatz von 40%. Eine Steuer von bis zu 5% auf Multimillionäre und Milliardäre könnte jährlich etwa 1,7 Billionen Dollar einbringen. Genug, um 2 Milliarden Menschen aus der Armut zu befreien (OXFAM, 2023).
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Aber: Darum geht es im Kapitalismus nicht! Das ist vielleicht sogar das Letzte, was der Kapitalismus will. Im Kapitalismus geht es darum, Kohle zu machen, und nicht darum, gleich oder fair zu sein. Es geht nicht darum, Armut zu beheben, sondern darum, Reichtum zu erschaffen. Darum heißt es ja auch KAPITAL-ismus und nicht WOHLSEIN-ismus.
Hand aufs Herz, um den Kreis in diesem Abschnitt zu schließen: Wo Geld ist und wo Dinge um des Geldes Willen getan werden, da geht das zumeist auf Kosten anderer Menschen und unserer Umwelt. Weil es um Geld geht und nicht um Gerechtigkeit oder so. Und der treibende Motor, der das Ganze füttert und am Leben erhält, sind wir. Du und ich. Die große Masse. Die 99%. Nicht die Reichen sind das Problem: Wir sind das Problem!
Du bist das Problem – wie man im Zen vielleicht sagen würde.
Änder dich, ändere alles!
Wir wirtschaften für Konzerne und verkonsumieren, was wir zuvor in deren Namen produzieren – ein sich selbst verspeisender Teufelskreis.
Und machen all diese Sachen unser Leben wirklich besser?
Wie setzt sich unser Fußabdruck zusammen?
Was unseren Fußabdruck im Allgemeinen ausmacht, haben wir in den vorherigen Abschnitten bereits in Teilen geklärt. Hier nun noch ein paar Details zum Konzept.
Offiziell wird der ökologische Fußabdruck von den Forschern hinter dem Global Footprint Network (GFN) unter anderem mittels einer sogenannten “Consumption Land-Use Matrix” (CLUM) erfasst und ausgewertet. Wie die jeweiligen Daten genau erhoben und berechnet werden, könnt ihr euch selbst unter den jeweils verlinkten Quellen angucken. Die folgende Tabelle zeigt den durchschnittlichen Fußabdruck einer Person in Deutschland im Jahr 2017 mit den jeweiligen Gewichtungen in Prozent sowie in totaler Fläche (Lin et al., 2021).

Leider war es mir nicht möglich, die genauen Zahlen der einzelnen Unterbereiche des durchschnittlichen Fußabdrucks zu ermitteln, weil die Daten für Deutschland nicht frei zugänglich sind, sondern nur gegen Lizenzgebühren etc. (Kapitalismus!). Schade, aber auch nicht weiter schlimm. Die Gewichtungen des ökologischen Fußabdrucks scheinen mir erstaunlich deckungsgleich mit den Gewichtungen des CO2-Fußabdrucks zu sein (siehe Blog-Beitrag “CO2-Fußabdruck”).
Außer der obigen Tabelle und den prozentualen Vergleichswerten der Daten des durchschnittlichen CO2-Fußabdrucks konnte ich nur die einzelnen Unterkategorien des ökologischen Fußabdrucks an sich finden (laut GFN) – ohne jedoch die zugehörigen Zahlen für Deutschland. Dennoch geben auch die bloßen Kategorie-Bezeichnungen bereits gewissen Aufschluss über die Gewichtungen der jeweiligen Schwerpunkte in unserem durchschnittlichen globalen Alltag und Lebensstil (Wackernagel & Beyers, 2016).
Wohnen – 25%
Wohnen macht rund 25% unseres durchschnittlichen Fußabdrucks in Deutschland aus (Lin et al., 2021). Schwerpunkte hierbei sind unter anderem:
- Hausnutzung
- Reparaturen
- Wasser
- Elektrizität und Gas
Mobilität – 21%
Mobilität macht rund 21% unseres durchschnittlichen Fußabdrucks in Deutschland aus (Lin et al., 2021). Schwerpunkte hierbei sind unter anderem:
- Vehikel
- Unterhalt und Benzin
- Transportdienstleistungen
Produkte – 19%
Produkte machen rund 19% unseres durchschnittlichen Fußabdrucks in Deutschland aus (Lin et al., 2021). Schwerpunkte hierbei sind unter anderem:
- Kleidung
- Schuhe
- Möbel
- Haushaltstextilien
- Elektro-Geräte
- Geschirr
- Werkzeuge
- Medizinische Produkte
- Photo und Radio
- Sportartikel
- Bücher und Zeitungen
- Tabak
Ernährung – 18%
Ernährung macht rund 18% unseres durchschnittlichen Fußabdrucks in Deutschland aus (Lin et al., 2021). Schwerpunkte hierbei sind unter anderem:
- Nahrungsmittel
- Nichtalkoholische Getränke
- Alkoholische Getränke
Service – 17%
Dienstleistungen machen rund 17% unseres durchschnittlichen Fußabdrucks in Deutschland aus (Lin et al., 2021). Schwerpunkte hierbei sind unter anderem:
- Ambulante Behandlungen
- Krankenhaus
- Telefon und Datenverkehr
- Erholung
- Ausbildung
- Gastronomie
- Unterkunft
- Persönliche Pflege
- Versicherungen
- Finanzdienstleistungen
- Andere Dienstleistungen
Das sind die mitunter bedeutendsten Themenfelder und Problembereiche unserer Lebensweise hinsichtlich unseres Eingreifens und Ausbeutens der Natur und unseres dadurch entstehenden ökologischen Fußabdrucks. Wie schon gesagt: Genauere und durchaus vergleichbare Daten zu unserer Nachhaltigkeit im Alltag findest du unter anderem voll ausgearbeitet in meinem CO2-Fußabdruck-Artikel.
Weiter geht’s mit praktischen Lösungen für unseren Lifestyle.
Wie können wir unseren Fußabdruck reduzieren?
In diesem Abschnitt dreht sich alles um die folgende Grafik bzw. Tabelle.
Noch einmal kurz zusammengefasst: Weltweit stehen uns derzeit etwa 12,2 Milliarden gha zur Verfügung. Diese Zahl, geteilt durch die aktuelle Anzahl an Menschen (8,2 Milliarden) bedeutet, dass auf jeden Menschen ca. 1,5 gha kommen. Im Jahr 2050 werden vermutlich rund 10 Milliarden Menschen leben, was bedeutet, dass dann für jede Person durchschnittlich nur noch rund 1,2 gha verfügbar wären – rein rechnerisch (GFN, 2022b).
Das wiederum bedeutet, dass wir, dem Blickwinkel des ökologischen Fußabdrucks nach, idealerweise einen Verbrauch bzw. Bedarf unter 1,5 gha – und noch besser – unter 1,2 gha anstreben sollten. Auf Deutschland bezogen ähneln die lokalen Begebenheiten dem globalen Durchschnitt. Auch hier wären für jeden Bürger rund 1,6 gha verfügbar. Unser derzeitiger Lebensstandard bräuchte auf lange Sicht jedoch rund 4,6 gha – doch die gibt es nicht. Und wenn die Reserven einmal weg sind, wird das Kartenhaus zusammenfallen.
Wie können wir unseren Fußabdruck also reduzieren?
Reden wir nicht weiter drum herum: Wir können unseren Fußabdruck unter anderem dadurch reduzieren, indem wir einfacher und bescheidener leben! Weniger Wollen und weniger Machen. Nicht mehr für Konzerne arbeiten und nicht mehr von ihnen kaufen. Um unkompliziert zu klären, wie ein solches einfaches und sparsames Leben in der Praxis aussehen und funktionieren könnte, hier ein kleines Spiel: Eine einfache Punkte-Tabelle.
Zähle die folgenden Punkte zusammen und teile das Ergebnis durch 27 – heraus kommt dein geschätzter Bedarf bzw. Verbrauch an gha. Ziel und Veranschaulichungs-Übung ist es, auf einen Wert unter 1,5 gha bzw. unter 40 Punkten zu kommen. Wenn du unter 40 Punkte (1,5 gha) oder sogar unter 32 Punkte (1,2 gha) kommst, dann ist das schon ziemlich nachhaltig. In jedem Fall eine gute Richtung.
Bedenke jedoch, dass es sich hierbei nur um Schätz- und Richtwerte handelt. Echte Nachhaltigkeit ist immer anders als die Theorie dahinter. Diese Tabelle dient nur dem Zweck der Verdeutlichung bzw. Darstellung eines ressourcenschonenden Lebens.

So, damit wäre das Wichtigste – der Sinn dieses Artikels – geklärt.
Zwei Punkte bzw. Werkzeuge/Konzepte, die ich gerne noch hinzufügen würde:
Das Prinzip des “Handabdrucks” und …
Das Prinzip der “Ökobilanzierung” aka Life cycle assessment (LCA)
Das Prinzip des Handabdrucks bildet das direkte Pendant zum Fußabdruck. Während der Fußabdruck den negativen Impact angibt, den eine Person hinterlässt, da misst der Handabdruck den positiven Impact der Auswirkungen einer Person. Wenn du also Sachen machst, welche umwelttechnisch gute Konsequenzen zur Folge haben (heißt konkret, dass sich dein eigener Fußabdruck oder der von anderen Personen reduziert), dann wächst damit dein Handabdruck (was deinen Fußabdruck zu Teilen wieder ausgleicht).
Das Prinzip der “Ökobilanzierung” aka life cycle assessment (LCA; z. Dt. Lebenszyklusanalyse) finde ich insofern spannend, als dass es versucht, die Umweltverträglichkeit bzw. die Auswirkungen einer Sache, eines Dings oder einer Tätigkeit möglichst ganzheitlich zu bemessen und darzustellen – von der Präparation und dem nötigen Vorbau (z. B. initiale Rohstoffgewinnung), über die Prozesse während der Hoch- bzw. Nutzungsphase, bis hin zu eventuellen Nachwirkungen und anfallendem Abfall.
Zwei geschickte Ideen, die nachhaltiges Handeln veranschaulichen und vereinfachen können oder könnten – wenn sie populär gemacht bzw. genutzt werden würden.
Kommen wir zu den abschließenden Gedanken.
Fazit und Zusammenfassung
Alles in allem wäre es gut – rein rechnerisch – wenn wir es schaffen könnten, von allem dreimal weniger zu verbrauchen bzw. generell dreimal nachhaltiger, einfacher und bescheidener zu leben.
Doch diesen Weg müssen wir nicht nur alleine als Verbraucher gehen, auch die Industrie kann ihren Teil dazu beitragen und uns ein Stück entgegenkommen. Beispielsweise könnten wir (theoretisch) genauso munter weiter konsumieren, wenn industrielle Fertigung, Gebrauch, Entsorgung etc. dreimal umweltverträglicher/nachhaltiger wäre.
Wo auch immer der Wandel also vonstatten geht, er sollte zügig passieren, weil es sonst wohl sehr ungemütlich wird. Und wenn ohnehin ein Wandel kommen wird, ob freiwillig oder erzwungenermaßen (z.B. weil die Rohstoffe zu Ende gehen etc.), dann können wir am besten auch schon jetzt etwas verändern. Warum den Karren erst vor die Wand fahren und es auf die harte Tour machen, wenn wir auch jetzt schon ganz bequem aus unserem Überfluss und Komfort heraus in ruhigere und harmonischere Gefilde lenken können?
Eine Schwierigkeit (für Wandel durch Verbraucher) in einer nicht nachhaltigen Gesellschaft nachhaltig zu leben, besteht darin, dass es noch immer einfacher, billiger und naheliegender ist, nicht nachhaltig zu sein als nachhaltig zu sein. Umweltschädliche Optionen sind zumeist günstiger und zugänglicher als nachhaltige Optionen. Fliegen ist günstiger als Bahn fahren, Bio-Lebensmittel sind teurer als konventionelle und illegal im Wald entsorgter Müll ist bequemer als die teure Fahrt zur Deponie. Dieses Phänomen wird auch “Schiefe Ebene” genannt (WWI, 2010b). Hier sind Politik und Konzerne gefragt.
Im gleichen Sinne denke ich mir auch immer wieder, wie komisch oder absurd ich den Gedanken finde, wenn Menschen einen Teil ihres Einkommens an Umweltorganisationen etc. spenden. Einerseits super, weil so gute Projekte unterstützt werden, andererseits aber auch ziemlich scheinheilig.
Selbst wenn wir regelmäßig 10% von unserem Einkommen spenden, dann verursachen wir bei der aktuellen Gemengelage ja dennoch quasi 90% negative Auswirkungen – wenn wir davon ausgehen, dass jeder Euro in der Wirtschaft früher oder später auch (oder vor allem) umweltschädliche Folgen mit sich bringt (siehe Abschnitte “Konsum” & “Kapital”). Wie, wenn wir Tag für Tag und Stück für Stück unser Haus abreißen und jeden Abend, aus schlechtem Gewissen, 10% wieder aufbauen … Das Aufbauen bringt nix, solange wir nicht damit aufhören, es überhaupt erst abzureißen.
Was ich mir als naturorientierter Minimalist denke:
So viel wie möglich alleine, ohne Hilfe/Hilfsmittel machen und schaffen. Wenn wir uns Werkzeuge, Arbeitsteilung und Co. zu nutzen nehmen, setzen wir schon mehr um, als wir aus eigener Kraft heraus leisten könnten – der Anfang vom Untergang. Wir selbst, unser Körper und unsere Limitierungen, sind uns und unserer Umwelt das ideale und evolutionär symbiotische entwickelte Maß. Wie die Tiere leben. Nicht auf Fließbandverfahren, Industrialisierung und Effizienz setzen, sondern auf beständige Bodenständigkeit.
Danke, schönen Tag noch und alles Gute,
Adrean
PS: Ich werde in absehbarer Zukunft (Ende 2026?) ein „Freebie“ bzw. ein kostenloses eBook mit einer kompletten Zusammenfassung rund um das Thema praktische Nachhaltigkeit im Alltag erstellen. Eine Zusammenfassung aller Umwelt-Artikel mit den essentiellsten Grafiken, Erkenntnissen und Lösungen. Und anschließend werde ich das Thema bestimmt auch auf YouTube behandeln.
Quellenangabe
BMUV (Hrsg.). (2019). Nationales Programm für nachhaltigen Konsum. https://nachhaltigerkonsum.info/service/downloads
BPB. (2017). Bevölkerungsentwicklung. https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/globalisierung/52699/bevoelkerungsentwicklung/
CS. (2018). Global Wealth Report 2018. https://www.credit-suisse.com/about-us/en/reports-research/global-wealth-report.html
Dlf. (2026). „Forbes“—Mehr als 400 Milliardäre binnen eines Jahres—Elon Musk verdoppelt Vermögen. Die Nachrichten. https://www.deutschlandfunk.de/mehr-als-400-milliardaere-binnen-eines-jahres-elon-musk-verdoppelt-vermoegen-110.html
EAT. (2019). Food Planet Health: Healthy Diets From Sustainable Food Systems. https://eatforum.org/eat-lancet-commission/eat-lancet-commission-summary-report/
Emmott, S. (2014). Zehn Milliarden (1. Aufl). Suhrkamp.
Forbes. (2026). Elon Musk. Forbes. https://www.forbes.com/profile/elon-musk/
GFN. (2022a). How many Earths? How many countries? Earth Overshoot Day. https://overshoot.footprintnetwork.org/how-many-earths-or-countries-do-we-need/
GFN. (2022b). Open Data Platform. https://data.footprintnetwork.org/#/
GFN. (2025). What Biocapacity measures. Global Footprint Network. https://www.footprintnetwork.org/what-biocapacity-measures/
GFN. (2026). Country Overshoot Day 2026 calendar. Earth Overshoot Day. https://overshoot.footprintnetwork.org/newsroom/country-overshoot-days/
Gould, E., & Kandra, J. (2022). Inequality in annual earnings worsens in 2021: Top 1% of earners get a larger share of the earnings pie while the bottom 90% lose ground. Economic Policy Institute. https://www.epi.org/publication/inequality-2021-ssa-data/
Holmes, O., Swan, L., Kirk, A., & Henley, J. (2025). ‘The 0.001%’: A quick visual breakdown of the world’s wealthiest people. The Guardian. https://www.theguardian.com/news/2025/dec/10/visual-breakdown-worlds-wealthiest-people
inequality.org. (2026). Get the Facts on Inequality and Covid-19. Inequality.org. https://inequality.org/facts/inequality-and-covid-19/
IPBES. (2019). Global assessment report on biodiversity and ecosystem services. https://doi.org/10.5281/zenodo.3553579
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