In diesem Beitrag nenne ich dir sieben Tipps und Tricks bzw. Wege für mehr Klarheit beim Minimalisieren und Ausmisten. Am Anfang steht immer das Mindset, die Vision. Wenn du weißt was du willst und den Weg dorthin klar erkennst, dann musst du es nur noch machen – das ist dann der leichte Teil. Der schwere Teil ist sich überhaupt erst einmal den Problemen und den Belastungen bewusst zu werden und dann entsprechende Entscheidungen zu treffen.

Was ist das Problem?

Oftmals hängen wir an den Sachen die uns umgeben, selbst wenn es so viele Sachen sind, dass sie uns sogar Belasten und uns mehr leiden lassen, als dass sie uns glücklich machen. An manchen Dingen hängen wir, weil sie uns an vergangene Zeiten und Menschen erinnern, an anderen, weil wir einen Teil unserer Identität mit ihnen verbinden und an wieder anderen, einfach weil wir uns so sehr an diese gewöhnt haben – aller Umbruch ist schwer. Und wenn uns eh schon alles zu viel ist, dann sieht man manchmal vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Deshalb die Folgenden Tipps für mehr Klarheit beim Minimalisieren.

7 Tipps für mehr Klarheit

  1. Frische Luft, Fenster auf, Sonne und Tageslicht
  2. Aufräumen, Ordnung schaffen, putzen, duschen
  3. Spazieren gehen, auf einen Baum klettern, Sport
  4. Schreiben/Notizen, am besten mit Stift und Papier
  5. Klassische Sitzmeditation, Geist leeren/beruhigen
  6. Spezial-Meditation I: Besucher auf diesem Planet
  7. Spezial-Meditation II: Dein Leben als Rollenspiel

1. Lüften und Sonne hereinlassen

Als erstes empfehle ich dir mal in Schwung zu kommen. Je nach Stimmung in der du dich befindest – evtl. schwer, unklar, trübsinnig, benommen oder in auch einer Art Gedanken-Karussell – kann es helfen, wenn du dich sammelst, aufraffst und stark machst. Keine „Schwäche“, Opferhaltung oder Selbstbemitleidung. Du bist der Tenor deines Lebens. Du hast dein Leben in der Hand und nicht dein Leben dich. Mach die Fenster auf, lasse frische Luft herein, genieße die Strahlen der Sonne und spüre den aufziehenden Wind der Veränderung.

2. Aufräumen und Ordnung schaffen

Elementarer Tagespunkt in jedem Zen-Kloster ist das Aufräumen. Ein klarer und aufgeräumter Geist profitiert von einer klaren und aufgeräumten Umgebung. Sowie du den Staub und Schmutz aus deinem Kämmerchen kehrst, so fegst du auch deinen Kopf frei. Sowie du das Chaos im Außen angehst, so legt sich auch die Unruhe im Inneren. Der Weg ist dabei Teil des Ziels, der Prozess des Klärens bringt Klarheit. Dusche dich und wasche deine Kleidung.

3. Spazieren gehen und Sport machen

Wenn dein Umfeld gut gelüftet und geordnet ist und sich immer noch keine Klarheit einstellt, dann schnapp dir Mantel und Schuhe und mach dich auf zu einer Wanderung. Nimm dir etwas zu trinken und zu essen mit und genieße deine Freiheit, unbeschwert und fernab von jeglichem Besitz. Laufe wortwörtlich deinen Gedanken davon und spüre die offene Weite des Himmels über dir – bis zum Horizont. Bewege dich, komme vom Geistigen ins Körperliche, mache Sport, genieße die Ruhe in einer Baumkrone und verbinde dich mit Mutter Natur.

4. Gedanken aufschreiben und sortieren

Wenn du nach ein paar Stunden des Grübelns und Umherziehens nach Hause kommst und immer noch nicht genau weißt, was du eigentlich willst, dann setze dich hin, mach dir klärende, aufbauende Musik an (für mich ist das oftmals Fantasy-Abenteuer-Musik), schenk dir eine Tasse Tee ein, zünde eine Kerze an und nimm dir einen Stift und Papier. Schreibe alles auf, was dir in den Sinn kommt. Stichwort Brainstorming oder Braindump. Bringe deine Gedanken zu Papier und ordne und strukturiere sie mit Listen, Pfeilen, Mindmaps und Co.

5. Sitzmeditation und Gedanken beruhigen

Nach diesen Schritten dürfte alles schon ein wenig verständlicher sein, evtl. musst du manche Schritte mehrmals wiederholen, immer mit neuem/überholtem Kenntnisstand. Fragen stellen und den Mut haben, antworten zu geben. Frei nach Steve Jobs: Fehler wurden gemacht, doch wenigsten wurden Entscheidungen getroffen. Runde das Ganze ab, mit einer Priese „Shikantaza“ (jap. „einfach sitzen“) – Sitzmeditation. Setze dich auf den Boden, Rücken gerade, Augen leicht geöffnet, beruhige deinen Geist und vergesse deine Gedanken.

Das hilft mir oftmals klarer zu sehen. Aus der Stille heraus kannst du dich besser hören. Ohne, dass du selber zu dir sprichst – es ist eher ein Wahrnehmen, wohin es dich zieht. Und als Bonus, in diesem Mood bleibend, kommen wir zu den folgenden zwei Punkten. Kleine und kurzweilige Gedankenspiele, Vorstellungen und Meditationen für Klarheit und Inspiration.

6. Spezial-Meditation I: Besucher des Planeten

Komme zur Ruhe, vergesse deine Sorgen und lasse die Gedanken ziehen, die dich sonst den ganzen Tag beschäftigen. Stell dir vor und realisiere, dass du ein temporäres Wesen in deinem Körper, auf diesem Planeten bist. Du bist nackt und besitzlos auf diese Welt gekommen – und es hat sich nichts geändert. Du wirst eine Zeit lang hier sein und kannst tun und lassen, was du willst, bis du irgendwann wieder nackt und besitzlos von dannen ziehen wirst …

Aus diesemunbeschwerten Mindset heraus: Was willst du auf dieser Erde, deinem Planeten und Zuhause tun? Wie möchtest du deine Lebenszeit verbringen? Wie willst du wirken? Und passend dazu, im Folgenden, meine zweite Meditations-Empfehlung für noch mehr Klarheit.

7. Spezial-Meditation II: Dein Leben als Rollenspiel

Komme zur Ruhe, vergesse deinen Alltag und finde deine Mitte. Stell dir vor, dein Leben ist ein Rollenspiel. Stell dir vor, du bist die Hauptrolle in deinem Film, Spiel oder Roman. Du bist der Held oder die Heldin deines Abenteuers. Stelle es dir so klar vor, visualisiere es, das du es beinahe greifen kannst … Wie sähe deine Geschichte aus? Welche Eigenschaften würden dich ausmachen? Welche Dinge würdest du brauchen und besitzen?

Stelle dir dein Traumleben vor – und dann geh raus und mache das. Träume dein Leben oder lebe deinen Traum. Nur du kannst deine Träume Wirklichkeit werden lassen. Worauf wartest du? Sei mutig, triff Entscheidungen und gestalte dir dein leben so, wie du es willst – statt aus Angst vor Veränderung im Trubel des Lebens zu erstarren. Was soll schon passieren? Verlieren kann, wer wagt, doch bereits verloren hat, wer‘s gar nicht erst probiert.

Weitere Infos und mehr

Mehr zu diesem und allen weiteren relevanten Themen in Sachen Minimalismus erfährst du in meinem Minimalismus-Komplett-Guide. Alltagstauglich und praxisnah, Schritt-für-Schritt in Text und Bild, von A bis Z, vom Mindset und der Vision bis hin zu Ausmisten und Ordnung halten. Verschaffe dir spielend-leicht Überblick und Klarheit in allen Lebensbereichen und Belangen.

Und wenn du Fragen hast, schreib mir eine E-Mail oder kommentiere diesen Beitrag.

Ich freue mich zu hören und wünsche dir viel Leichtigkeit,

Adrean


Diesen Beitrag findest du auch auf meiner Steady-Seite als Teil meiner Mitgliedschaft sowie auf YouTube: https://youtu.be/SKlM6S00K5Q

Bild des Autors, Adrean, rauchend im Wald, in der Frühlingssonne.

Hi, ich bin Adrean.

Living life like a role-play game

Ich nähe meine eigene Kleidung, schlafe auf dem Boden, koche mit nur einem Topf und wasche meine Wäsche per Hand, statt mit Maschine. Hier dreht sich alles um einfaches Leben! Für weitere Infos abonniere meinen Newsletter, klicke auf About oder schreib mir eine E-Mail.